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Vielleicht haben Sie eine Webseite. Und vielleicht haben Sie diese selbst erstellt. Dann wissen Sie, dass es schon etwas dauern kann und viel Mühe kosten kann bis alles so dargestellt wird, wie Sie es sich vorgestellt haben. Manches ist dabei sicher ganz auf der Strecke geblieben. Jedenfalls haben Sie auf diesem Weg wahrscheinlich HTML, die Auszeichnungssprache für Webseiten und vielleicht auch CSS, die deklarative Web-Formatvorlagen Sprache gelernt. Und festgestellt, dass es weit mehr Kenntnisse bedarf eine Webseite online zu bringen, als allein zu wissen, was man der Welt, wie mitteilen will und entsprechende Inhalte zu erstellen. Denn das war es wohl, was Sie eigentlich wollten: Andere informieren über das was Ihnen wichtig ist, was Sie anzubieten haben oder verkaufen wollen.
In einer vergleichbaren Situation befanden sich Redakteure, als das Medium Internet immer populärer wurde und sich abzeichnete, dass ein Teil der Zukunft des Journalismus definitiv online stattfinden wird. Doch statt HTML oder CSS zu lernen, haben findige Online-Redakteure der ersten Stunde sich eine Technik zu nutze gemacht, bei der sie sich auf die Hauptsache konzentrieren konnten: das Aufbereiten, Veröffentlichen von Informationen. Für die Verbreitung sorgte der Kanal, das Internet schon selbst und die neuartige Textsorte, der mit anderen Nachrichten hochgradig verknüpft werden konnte. Dank fortschrittlicher Textsorten (Hypertexten) und neuartiger Transporttechniken (Hypertextransferprotokoll, http) gelangten die Informationen unmittelbar zu den Lesern. Zum Archivieren brauchte man nur noch einen Link aufzubewahren und sicherstellen, dass der Artikel nicht versehentlich vom Server gelöscht wurde.
Webbasierte Inhalte - Content managen mit Systemen
Die Technik in der das Wissen um HTML, CSS und Hypertexte sozusagen schon sedimentiert mitgeliefert wurde, waren und sind bis heute webbasierte Redaktionssysteme. Keine der großen noch eine der kleinen Tages- oder Wochenzeitungen verzichtet heute auf eine Online Präsenz. Der bekannte Spiegel online ging 1994 als weltweit erstes Nachrichtenmagazin ans Netz.. Magazine glänzen mit hochdesignten Layouts. Alle aber nutzen zur Präsentation und zum Management Ihrer Inhalte Webbasierte Content-Systeme. Und dabei kommen auch die hier thematisierten OpenSource WCMS nicht zu kurz (z.B. realisert die Playboy Redaktion ihre Online Präsenz mit Drupal).
Ursprung und plausible Quelle von webbasierten Content Management Systemen ist das Nachrichtenwesen. Aktualität wird hier immer schon groß geschrieben und der Bereich kennzeichnet sich durch eine starke Dynamik. Mit der explosiven Ausbreitung des WWW in den 90er Jahren brauchten Redakteure Werkzeuge, um ihre Nachrichten Online zu verbreiten. Durch den Einsatz von Redaktionssystemen konnten sich die Redakteure auf das konzentrieren, was sie konnten: Nachrichten produzieren und veröffentlichen. Durch das Wechselspiel von Browsern und Diensten (Gopher, WorldWideWeb) zwischenzeitlich auch bebildert schön anzusehen oder durch Video und Audio nicht allein mehr auf Texte angewiesen.
Informationsmanagement gilt als eine weitere Quelle aus denen Content Management Systeme hervorgingen: Informationen suchen, ordnen, aufbereiten, darstellen, verteilen und archivieren (engl. data-search, data-mining, data-distribution, scheduling, housing etc).
Heute finden sich Content Management Systeme im Einsatz von der privaten Webseite über broschürenhaften Mehrseitenanwendung (Portale) und Gemeinschaftswebseiten (Community-Portale wie MySpace, StudieVZ, Xing) als Intra- wie Extranetlösung für Unternhemen und Organisationen, als Informations- und Kommunikationsdienste, von der Bestell- bis zur Auftragsabwicklung, beim Dokumenten- und Wissensmanagement, der Ressourcen-Einsatzplanung, der Projektzusammenarbeit, im virtuellen Unternehmenszusammenschluss u. v. m.
Web Content Management Systeme sind computerbasierte Informations- und Kommunikationsdienste, die der Erstellung, Kontrolle, Verwaltung, Archivierung und interaktiven Verbreitung von Inhalten in unterschiedlicher Form und Umfang über das World-Wide-Web oder Intranetzwerke dienen.
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